Friederike Habermann: Ecommony: Strukturelle Gemeinschaftlichkeit statt Negatives Wachstum

1.      Wohlstand durch Wachstum?

„Die frühen Flugversuche der Menschen bieten sich als Metapher an“, so Anderson Ray, CEO von Interface, der weltgrößten Firma für Teppichboden, in dem Film ´The Corporation´. „Ein Mann stürzt sich mit seinem Flugzeug von einem hohen Felsen. Er bewegt die Flügel des Flugzeugs, der Wind pfeift in sein Gesicht und der Narr glaubt, er fliegt. Dabei ist er im freien Fall. Er weiß es nur noch nicht, weil der Boden so weit weg ist. Aber natürlich wird das Flugzeug abstürzen. Genau wie unsere Zivilisation.“

Für die Erkenntnis, dass es nicht so weiter gehen kann wie bisher sprechen viele Fakten. So muss in Deutschland der CO2-Ausstoß pro Kopf und Jahr von knapp elf Tonnen auf knapp drei bis 2050 fallen, um zumindest das sog. ´2-Grad-Ziel´ zu erreichen. Wie das mit Wachs­tum vereinbar sein soll – bei drei Prozent jährlich ergäbe sich bis dahin eine Verdreifachung der Wirtschaftsleistung – ist eine völlig ungelöste Frage. Denn dass sich Wachstum vom Res­sourcenverbrauch entkoppeln ließe, hat sich historisch als Illusion erwiesen: entweder werden Effizienzsteigerungen gesamtgesellschaftlich von Konsumsteigerungen kompensiert (´rebound´-Effekt) oder Verbrauch und Verschmutzung werden in Schwellenländer exportiert (´rich-country-illusion´-Effekt).

In diesem Sinne betont der Sozialpsychologe Harald Welzer,

„was im Moment Realpolitik ist, ist Illusionspolitik, und was Utopismus ist, ist Realismus, weil utopische Handlungsmaxime sind insofern ja realistisch als sie davon ausgehen, so wie jetzt können wir einfach nicht weitermachen, und es muss einen ganz fundamen­talen Wandel geben, und zwar keinen Wandel [] im Kontext bestehender Praktiken, sondern was wir brauchen ist eine Veränderung des Rahmens selber“.[1]

Damit gibt Welzer auch eine Antwort auf die häufig gehörte Frage, wie denn eine soziale und ökologische Radikalerneuerung auf demokratischem Weg erfolgen könne – sie lautet, eine Veränderung ´kultureller Praktiken´ als politisch zu verstehen.

Harald Welzer ist mir – nicht nur als Historikerin – ursprünglich in einem ganz anderen Zusammenhang bekannt. Als jemand, der darüber forscht, warum Menschen im Dritten Reich mitmachten. Insofern ist für mich spannend, dass er in der heutigen Situation dazu auffordert, nicht durch eine Veränderung von oben, sondern durch alltägliche Praktiken den Rahmen des Normalen zu verlassen, um eine geschichtliche Wendung herbeizuführen.

Hierum soll es im Folgenden gehen: Um Veränderungen politischer Praktiken im Hier & Jetzt, welche gangbare Wege für die Zukunft aufzeigen. Doch zunächst wird dem Zusammenhang von Wohlstand und Wachstum noch genauer nachgegangen. Dabei rücken wir als Menschen ins Zentrum: Wie geht es uns mit dem Wachstum? Was treibt uns an, das Wachstum anzu­treiben? Wieweit sind wir selbst mit dem Wachstum verstrickt? Darauf aufbauend werden mit den von mir als ´Ecommony´ bezeichneten Prinzipien gelebte Ansätze anderen Wirt­schaftens vorgestellt – nicht nur in alternativen Nischen, sondern auch in ´Halbinseln´ in­mitten der Gesellschaft. Hierin zeichnen sich erstens ökonomische Wege aus der Wachs­tumskrise ab und zweitens Möglichkeiten zum ´Verlernen von Wachstum´.

  1. 2.      Negatives Endogenes Wachstum & Scarcity Generating Institutions

Ressourcen-, Klima-, Hunger- und Finanzkrise sind immer noch nicht alle Katastrophen, denen es gegenzusteuern gilt. Das Bundesgesundheitsministerium schätzte 2009 die Zahl der behandlungsbedürftig an Depression Erkrankten in Deutschland auf vier Millionen; im selben Jahr wurden laut Techniker Krankenkasse bei fast einem Drittel der weiblichen Studierenden psychische Probleme diagnostiziert. Im Jahr 2010 belegte hierzulande die Diagnose ´depressive Episode´ erstmals den Spitzenplatz bei den Fehltagen; die Weltgesundheits­organisation vermutet, dass Depression bis 2020 weltweit die zweithäufigste Ursache für durch Krankheit ´verlorene Jahre´ sein wird. Ursachen können sowohl Überarbeitung als auch Unterforderung sein. Denn während die einen unter fehlender Erwerbsarbeit leiden, leiden andere unter zu viel davon. In beiden Fällen vermissen Menschen Zeit, Muße, Sinnhaftigkeit ihres Tuns und soziale Einbettung. Um materiellen Wohlstand zu erlangen, verengt sich die Vielfalt unserer Fähigkeiten auf deren bloße Wettbewerbsfähigkeit und fokussiert sich auf das Verwertbare.

Der italienische Wirtschaftsprofessor Stefano Bartolini (2010) spricht vom happyness paradox als demParadox der modernen Kultur, um auszudrücken, dass die positiven Wohlfahrtseffekte durch die Verbesserung der ökonomischen Situation mit der Zeit über­kompensiert werden durch die negativen Auswirkungen auf zwischenmenschliche Beziehun­gen. Aufgrund einer eingehenden Untersuchung von Daten für die USA von 1975 bis 2004 kommt er zu dem Schluss, dass die US-Wirtschaft mit einer Rate von mehr als zehn Prozent hätte wachsen müssen, um die durch das Wachstum hervorgerufenen Negativeffekte aufzu­heben. Die Ergebnisse zeugten von Leben, die in Teufelskreisen verfangen seien: von Menschen, die ihre Beziehungsarmut ausgleichen, indem sie sich in Erwerbsarbeit stürzen, hierdurch aber wiederum die Beziehungen weiter verarmen lassen, sich so noch mehr in Erwerbsarbeit vergraben und so weiter. Eine Falle, die sowohl individuell als auch gesell­schaftlich ist.

Die Menschen klammern sich ans Wachstum, ohne zu hinterfragen, wie sich dieses bildet. Tatsächlich wird es zu einem großen Teil angetrieben durch das Streben nach ´positional goods´, wie Fred Hirsch dies schon 1980 genannt hatte: dem Streben danach, mehr zu haben als andere. Eine Umfrage aus den 1990ern in den USA ergab, dass 60 Prozent der Menschen es als wesentlich für ihre Zufriedenheit ansahen, deutlich mehr als der Durchschnitt zu ver­dienen. Es braucht keine besonderen mathematischen Kenntnisse, um zu erkennen, dass in diesem Sinne Wachstum und dadurch ermöglichtes Einkommen – zumal die Wohlstands­schere in den Jahren danach noch dramatisch auseinanderging, auch in Deutschland – immer in erster Linie Verlierer und damit Unglück produziert.

Bartolini spricht weiter von Negativ Endogenous Growth (NEG), womit Wachstum gemeint ist, welches nur dadurch verursacht wird, dass Menschen versuchen, Negativfolgen von Wachstum auszugleichen. Wachstum sei sowohl Ursache als auch Konsequenz von relational decay. Geld biete viele Formen – reale oder illusorische – des Schutzes vor den Folgen von Beziehungsarmut. Und Werbung quelle über von der Erinnerung an uns, dass wir Angst haben, dieser Gesellschaft nicht zugehörig zu sein, Verlierer zu sein.

In vielen Hinsichten lässt uns der Verfall zwischenmenschlicher Beziehungen zu hart-arbeitenden Produzenten und enthusiastischen Konsumenten werden. Wir versuchen, un­seren Nachbarschaften ohne Identität und Seele zu entkommen, und müssen uns dafür noch mehr diesem Verfall aussetzen, indem wir mehr arbeiten und mehr produzieren, indem wir gestresst und in Eile leben, indem wir immer mehr Autos benutzen. Wir brauchen Geld. Doch indem wir uns so verhalten, tragen wir zu dem Umwelt- und Beziehungsverfall, dem wir zu entkommen suchen, bei. Eine Welt, in der Stille, saubere Luft, das Eintauchen in einen klaren See oder ein Spaziergang im Grünen auf eingezäunte Gebiete beschränkt ist, ist eine Welt, die beträchtliche Ressourcen verbrennt, um der unlebenswerten Umwelt, die sie kreiert hat, zu entfliehen.

Moderne Städte antworten auf die Armut an kostenfreien Treffpunkten mit einem Überfluss an teuren Freizeitmöglichkeiten. Private, kostenintensive Güter wie schöne Eigenheime, exquisite Shops oder Vergnügungsstätten schützen individuell vor dem Verfall der Gemein­schaftsgüter, welche früher frei zugänglich waren. Einkaufscenter bieten Fußgängern einen Zufluchtsort, wo, unter anderem, Kinder vor Autos sicher sind. Doch während viele hier auch hinkommen, um unter Menschen zu sein, sind die Beziehungsmöglichkeiten verstrickt in Konsumanreize und -zwang, und führen zu dem Ausschluss jener, die nicht kaufen können. Freizeit wird zu einem Bereich, in dem Einkommensdifferenzen für das Wohlbefinden den größten Unterschied machen, da sie sich stark auf Beziehungsmöglichkeiten auswirken. Menschen mit viel Geld haben zu all dem Zugang. Doch Menschen mit wenig Geld bleibt im Grunde nur das Fernsehen.

All dies sind Teufelskreise des Negativen Endogenen Wachstums. Das Ergebnis sei die zunehmende Bedeutung des Privaten und die zunehmende Knappheit „of that which is common“: Kontakte und Umwelt. Darum sehe der traditionelle Blick auf Wirtschaftswachs­tum nur eine Seite der Medaille: die glänzende – jene, wonach die Luxusgüter der einen Generation zu den Standardgütern der nächsten werden und zu einem Grundbedürfnis der übernächsten. Aber es gebe auch die dunkle Seite: wonach die Güter, die für die eine Generation frei zur Verfügung standen, für die nächste Generation knapp und teuer werden, und zu Luxusgütern für die danach kommende.

Der Ökonom Wolfgang Hoeschele (2011) spricht in diesem Sinn von Scarcity Generating Institutions. So kann ein US-Dollar weniger als nichts sein: Während gern auf den Erfolg verwiesen wird, dass heute mehr Menschen als früher über mehr als einen Dollar pro Tag zum Leben verfügen, so wird übersehen, dass es im globalen Süden permanent zu Zerstörun­gen von Subsistenzproduktion kommt durch die Privatisierung oder Verschmutzung offen zugänglicher Flächen und Gewässer, sei es als Wohnfläche, zum Eigenanbau oder schlicht, um Feuerholz, Kräuter oder Beeren zu sammeln bzw. zum Trinken, Waschen und Fischen.

Scarcity generating institutions machen auf diese Weise unfrei, denn sie zwingen zu einem bestimmten Lebensentwurf. Wiederum Bartolini weist darauf hin, dass von Menschen als eigene Handlungsmöglichkeiten nur noch Erfolg im Wettbewerb sowie Bereicherung ge­sehen werden. Er erkennt hierin die Grundlage für das Fehlen von Verantwortlichkeit gegen­über der eigenen und der gesellschaftlichen Zukunft. Während die meisten Menschen im Westen ihr Leben als von Freiheit geprägt beschreiben würden, erlebten sie es als Druck und Zwang. Auf diese Weise das moderne Versprechen von Freiheit zu brechen sei die bitterste Enttäuschung des ökonomischen Überflusses.

Wenn wir also Knappheiten ohne Wachstum reduzieren wollen, müssen wir diskutieren, welche Nutzungsrechte von welchen Ressourcen am wenigsten Knappheit bzw. den größten Überfluss produzieren. Doch bevor wir zu dieser ökonomischen Seite zurückkehren, richten wir den Blick noch einmal genauer auf die Wurzel des Problems: uns selbst.

  1. 3.      Der homo oeconomicus ist jetzt. Wir werden

Meine wichtigste Erkenntnis als Historikerin war sicher diese: zu verstehen, dass es keine geschichtlich übergreifende Rationalität gibt. Jede Epoche hat ihr eigenes Denksystem. Der französische Philosoph Michel Foucault spricht von Archäologie, um aufzuzeigen, dass es darum geht, vergangene Rationalitäten ´auszugraben´. Damit verbunden ist, dass es kein ahistorisches Menschsein gibt. Wichtig ist dieser Gedanke nicht zuletzt in feministischer und antirassistischer Forschung. Was es heißt, Frau zu sein, oder ob schwarz zu sein von Bedeutung ist bzw. überhaupt als denkbare Kategorie besteht, ist historisches Produkt. Ebenso macht es keinen Sinn zu sagen: „Ich im 19. Jahrhundert hätte aber“ oder „Ich als Frau in Afghanistan würde aber“ – es gibt uns immer nur zu einer bestimmten Zeit an einem bestimmten Ort, zutiefst verwoben mit unserem Umfeld.

Seit der Glaube an reinen Determinismus durch Gene zunehmend überwunden wird, treffen sich feministische und antirassistische Theorien mit Erkenntnissen der Epigenetik. So sagt Robert Maurice Sapolsky, Professor für Biologie und Neurologie an der Stanford University: „Mit unterschiedlichen Gesellschaften – individualistisch oder kollektivistisch – gehen sehr unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Gehirnen und unterschiedlichen Denk­systemen einher.“[2] Und er warnt: In einer Welt, in der es um Aufstieg gehe, in der Menschen sich als unterschiedliche Schichten definierten wie in der heutigen Gesellschaft, hätten sie nur wenige ebenbürtige Menschen, mit denen sie reziproke, ebenbürtige Beziehungen ver­binde. Dies führe zu weniger Altruismus.

In meiner Dissertation (2008) habe ich herausgearbeitet, wie sehr unsere Identitäten mit dem homo oeconomicus verwoben sind. In diesem Sinne sei nochmal Harald Welzer zitiert:

„Der Habitus, die Gefühle und die Denkformen des ökonomischen Menschen haben sich nicht durch kognitive Operationen verändert, die Aufklärer entworfen haben, sondern durch die ökonomische, industrielle und politische Praxis der sich ent­wickelnden bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaften. Will man also etwas an den mentalen Infrastrukturen verändern, müssen die Praktiken selbst verändert werden.“

Wesentlich hierbei ist aber natürlich nicht nur: Die Welt formt uns. Sondern auch: Wir formen die Welt. Doch mit Verweis auf den Beitrag Welzers in dieser Publikation will ich diesen Aspekt nicht weiter ausführen. Es sei lediglich hinzugefügt, wie verblüffend ange­sichts der jahrhundertelangen Prägung sich darüber hinaus sofortige Effekte ablesen lassen – nämlich davon, wie Geld den Charakter verdirbt. Einige Beispiele: Als ´Gummibärcheneffekt´ wird es bezeichnet, wenn Kinder zunächst für etwas belohnt werden und später keine Beloh­nungen mehr bekommen: Haben sie vor der Einführung des Belohnungssystem aus Freude und mit Begeisterung gemalt, so verlieren sie die Lust. Haben sie vorher wie selbstverständ­lich anderen geholfen, so weigern sie sich nun. Experimente mit Erwachsenen laufen auf Ähnliches hinaus. So führte eine Strafgebühr in israelischen Kindergärten dazu, dass danach im Schnitt mehr als doppelt so viele Eltern ihre Kinder zu spät abholten. Und selbst nachdem das Bußgeld wieder abgeschafft wurde, blieb es dabei. Dass es das ´Zu-spätkommen´ dann wieder ´umsonst´ gab, mag den Eltern wie ein Sonderangebot erschienen sein. Was vorher eine soziale Qualität gewesen war – die betreuende Person nicht warten zu lassen –, war nunmehr zu einer Quantität degradiert, die das Verantwortungsgefühl nicht weiter stimulier­te. In der Ökonomie wird dies als ´crowding out of motivations´ bezeichnet: Die monetäre Motivation untergräbt die eigentliche ´intrinsische´ Motivation – statt sich, wie gemeinhin geglaubt wird, zu addieren.

Der Philosoph Richard David Precht spricht in seinem Buch ´Die Kunst, kein Egoist zu sein´ von der „seltsamen Macht des Geldes“: Es zerstöre in uns den Sinn für „die individuellen Qualitäten, für das Seltene und Flüchtige, für den Moment, für die Nähe und so weiter. Alles klingt farblos und indifferent, wo das Geld den Taktstock schwingt. Das Leben erscheint völlig versachlicht – so sehr, dass alles außer dem Geld an Bedeutung verliert“. Die Erkenntnis, dass materielle Belohnungen den Charakter verderben, so Precht, habe etwas zutiefst Verstören­des. Schließlich beruhe unser ganzes Wirtschaftssystem auf einem solchen Tauschhandel.

Die Marktwirtschaft ist der Versuch, ein ökonomisches System ohne intrinsische Motivation zu erreichen. Dadurch beeinflusst es die Wahrnehmung, warum wir miteinander in Be­ziehung treten: Es legt nah, dass das Motiv instrumentell ist, dass es auf materiellen und egoistischen Interessen beruht.

  1. 4.      Ecommony: real existierende Tendenzen einer besseren Welt

Welche Bedeutung besitzen also Ansätze solidarischen Wirtschaftens für eine Postwachs­tumsgesellschaft? Und, allerdings: Ist Solidarisches Wirtschaften nicht verbunden mit engen Gemeinschaften, in denen alle das Klo aus Liebe putzen müssen und den Rest ihrer Arbeitszeit dem gesellschaftlichen Produktionsniveau um Jahrhunderte hinterherhinken?

Nein. Zum einen sind sie konkrete Versuche, ökonomisches Handeln ohne Fixierung auf Kapitalüberschuss zu gestalten. Insofern sind solche praktischen Ansätze Versuchsfelder für eine Ökonomie jenseits des Wachstums. Zum anderen stellen sie aber auch insofern notwendige Ausgangspunkte dar, als es nicht ausreicht, über eine Postwachstumsgesell­schaft nachzudenken. Es kommt auf die Erfahrungen an, die darin gemacht werden – und die uns als Menschen verändern, um so neue Erkenntnisse erlangen können.

Im Laufe meiner Untersuchung über Ansätze alternativen Wirtschaftens im deutschsprachi­gen Raum, ´Halbinseln gegen den Strom´ (2009), wurde mir immer deutlicher, dass die jüngeren den Prinzipien der ´commons-based peer production´ entsprechen. Mit diesem Ausdruck erklärt der Harvard-Professor Yochai Benkler die Entstehung freier Software im Rahmen einer Erweiterung der Neuen Institutionenökonomik – denn freiwillige Zusammen-arbeit ist mit der auf den homo oeconomicus gestützten ökonomischen Theorie nicht zu begreifen. Tatsächlich findet sich hier also ein gelebter ökonomischer Ansatz, der nicht auf Konkurrenz aufbaut, sondern auf ´struktureller Gemeinschaftlichkeit´ (Stefan Meretz).

Warum ´commons-based´? Dem englischen Wort ´commons´ entspricht das deutsche ´All­mende´. Dies waren im Mittelalter Ländereien im Besitz der Dorfgemeinschaft, an denen alle Gemeindeglieder das Recht zur Nutzung hatten. In Deutschland wurden diese sich in jedem Dorf befindlichen Flächen zu Beginn der Neuzeit von den Herrschern angeeignet, was ein wesentlicher Grund für den Bauernkrieg war, und was durch die damit verbundene Trennung der Menschen von ihren Lebens- und Arbeitsgrundlagen letztlich zur ´Freisetzung´ des Industrieproletariats führte. Doch dieses enclosure, wie es im Englischen heißt, stellt durchaus keinen abgeschlossenen Prozess dar. Auch wenn uns Allmenden in Form von Weideflächen und Ackerland inzwischen fremd sind – was Commons nicht sind und was Commons sind, ist eine Frage dessen, was wir normal finden. Noch finden wir es in Deutschland weitgehend normal, in Gewässern baden zu können – den Brandenburger Seen beispielsweise aber droht die Privatisierung; beim Wandlitzsee ist es schon geschehen. Die Folge: Anlegern kann mit einem Zaun der Zugang zum Wasser versperrt, Stegbesitzer müssen hohe Pachtgebühren aufbringen, eine Gemeinde muss für eine Badestelle mit Rutsche sogar 50.000 Euro im Jahr an den Eigentümer überweisen. Und immer häufiger muss für den Eintritt in einen Park gezahlt werden. Mit Commons gesehen bricht es einer das Herz, wenn am Eingang ein altes Pärchen die Wächter bittet, einige Schritte hineingehen zu dürfen, um wenigstens Fotos zu machen.

Commons sind aber auch in anderem Sinne ein wesentliches Prinzip der Gegenwart: Der eingangs zitierte Ray Anderson von Interface beschreibt in dem Film ´The Corporation´ ebenfalls, wie entsetzt er war, als er verstand, „just how much stuff the earth has to produce to our extraction process to produce a dollar of revenue for our company”. Auch die Patentierung von Biodiversität fällt unter die privatwirtschaftliche Aneignung von Commons – und damit verbundene ´Bestrafungen´ für das Verwenden traditioneller Reis- oder Kartoffelsorten sowie Heilpflanzen beziehungsweise die fälligen Gebühren beim Singen vieler Weihnachtslieder oder Geburtstagsständchen in deutschen Kindergärten oder gar auf youtube. Die Liste ließe sich nur allzu leicht verlängern. Die private Inbesitznahme von Commons ist auch heute Alltag – jedoch weniger durch Individuen denn durch Konzerne.

Wurde bislang überwiegend von den ´natural commons´ gesprochen, so bezieht sich der Terminus der ´commonsbasierten Peerproduktion´ allerdings überwiegend auf die Kategorie der ´digital commons´. ´Peer´ oder peer-to-peer steht für Beziehungen unter Gleichrangigen. ´Peerproduktion´ beschreibt die Art und Weise, in der freie Software-Produktion betrieben wird, ohne dass es eine hierarchisch gegliederte Organisierung gäbe oder Äquivalenten­tausch eine Rolle spielte. Stattdessen handeln Peer-Produzenten aus Vergnügen, aus Leidenschaft oder aufgrund des Wunsches, etwas Nützliches zu tun und der Community etwas zurückzugeben, wie Untersuchungen zeigen (Himanen 2001).

Besitz statt Eigentum lautet eines der Prinzipien dieser commonsbasierten Peerproduktion, die sich, von mir als ´Ecommony´ gefasst, in der realen Welt wiederfinden lassen. Etwas wird besessen, solange es aktiv benutzt wird, Eigentum aber kann verkauft werden. Diese Unter­scheidung findet sich auch im Bürgerlichen Gesetzbuch: Der Vermieterin gehört die Woh­nung, der Mieter besitzt sie. Bei Commons zählt nicht abstraktes Eigentum, sondern wer was tatsächlich braucht und gebraucht. Nach diesem Prinzip kann niemandem eine Wohnung gehören, ohne selbst darin zu wohnen; und wer in einer Wohnung wohnt, der besitzt sie auch. Für Wohnungen galt dies bis 2011 in Kuba.

Reine öffentliche Güter, also nicht-rivale, wie die hierfür vielzitierten Deiche und Leucht­türme sowie Radio- und Fernsehsender oder natürlich Software sind besonders geeignet für den freien Zugang; aber auch die sog. unreinen öffentlichen Güter, bei denen das Aus­schlussprinzip nicht greift, jedoch eine Rivalität im Konsum besteht: Straßen und Wege, Wasserver- und Entsorgung, oder allgemein Verkehrsmittel und Infrastruktur. Während all diese Güter im gegenwärtigen System teilweise unentgeltlich, teilweise nur gegen Gebühr erhältlich sind, wären sie als Commons grundsätzlich für alle nutzbar. Vielleicht werden die alten Eltern dann öfter besucht, aber dass Wege oder Abflüsse nur noch verstopft wären, davon ist nicht auszugehen: Bedürfnisse sind nicht unendlich.

´Besitz statt Eigentum´ kann sich aber auch auf Gegenstände beziehen, beispielsweise Bücher. Dafür gibt es Bibliotheken. Oder sie werden an Freunde verliehen. Doch es geht auch anders: Öffentliche Bücherschränke, mal aus Holz, mal in Form zweckentfremde­ter Telefonzellen oder Verteilerkästen, aus denen genommen und in die umgekehrt Bücher gestellt werden können, existieren inzwischen in vielen deutschen Städten.

Das Gleiche gilt für Werkzeuge, wenn diese in einem überschaubaren Rahmen genutzt wer­den, da sie anders als ein Buch nicht irgendwann ´ausgebraucht´ sind. In den allermeisten Projekten werden Werkzeuge gemeinschaftlich genutzt. Auch dies existiert in öffentlicher Form, zumindest im kalifornischen Berkeley: Hier lassen sich Werkzeuge wie in einer Biblio­thek ausleihen. Darüber hinaus finden sich als alternative Ansätze in Deutschland auch ganze Offene Werkstätten, sei es zur Holz- oder Metallbearbeitung, als Fahrrad- oder Nähwerkstatt oder auch ausgestattet mit personal fabricators, also 3-D-Druckern für selbstdesignte Kunst­stoffgegenstände.

Nutzungsgemeinschaften tauschen weit mehr als nur Werkzeuge unentgeltlich und ohne direkte Tauschlogik aus: Dies sind Netzwerke aus Personen, die gemeinsam etwas nutzen oder sich gegenseitig zur Verfügung stellen. ´NutziGems´ basieren auf dem Prinzip, dass nicht alle alles besitzen müssen, nur um es ab und zu gebrauchen zu können. Dies können Gegen­stände sein oder auch Fertigkeiten und Wissen – kurz: Ressourcen.

Auch die rund sechzig Umsonstläden alleine in Deutschland können in diesem Sinne inter­pretiert werden. Ein Umsonstladen funktioniert wie ein Second-Hand-Laden, nur eben ohne Geld und ohne Tauschlogik. Wer etwas hat, was er nicht mehr möchte, bringt es. Wer etwas im Laden entdeckt, was sie gebrauchen kann, nimmt es. Obwohl auch manchmal Schenk­läden genannt, sind sie in diesem Sinne jedoch gerade nicht als Orte zu verstehen, wo Dinge von Privateigentum in Privateigentum übergehen, sondern als Orte, wohin Dinge gebracht werden, die aus dem eigenen Besitz gefallen sind, da sie nicht mehr benutzt werden. Auf diesem Gedanken baut auch der Ansatz des hinter dem Umsonstladen Hamburg stehenden Arbeitskreises Lokale Ökonomie (AK LöK) auf, Regale als ´freie Hardware´ zu bauen, die als Dauerleihgaben vergeben werden.

Doch Beispiele gibt es nicht nur in alternativ. Unter dem Titel „Meins ist deins“, berichtet Kerstin Bund in der Zeit vom 15. Dezember 2011:

„Die neue Generation von Konsumenten stellt nun fest, dass sie oftmals gar nicht die Produkte will, sondern nur den Nutzen, den sie stiften. Nicht die CD, sondern die Musik, die diese spielt. Nicht die DVD, sondern den Film, der darauf läuft. Nicht die Bohrmaschine, die zeitlebens nur 6 bis 13 Minuten im Einsatz ist, sondern Löcher in der Wand. In wachsenden Teilen der Wirtschaft wollen Verbraucher nutzen statt besitzen. Sie empfinden Eigentum nicht länger als Privileg, sondern eher als Bürde. Sie sehnen sich nach einem leichteren Leben, nach der Leichtigkeit des Nicht-besitzens. Oder wie es der Poet und Sachbuchautor Mark Levine im New York Times Magazine ausdrückte: ´Teilen verhält sich zu Besitz wie der iPod zur Achtspur­kassette, das Solarmodul zum Kohlbergwerk. Teilen ist sauber, frisch, urban, post­modern; Besitzen ist langweilig, selbstsüchtig, ängstlich, rückständig.´“

Bereits Anfang des Jahrtausends schrieb Jeremy Rifkin in seinem Buch Access (2000), wir befänden uns im Übergang zu einer „kollaborativen Revolution“; dies sei „einer der großen Wendepunkte der Menschheitsgeschichte.“ Doch er wies auch darauf hin, dass geldver­mittelter Zugang zu Ausschluss führe. Die Rolle des Staates werde es sein, das Recht jeder Person auf Zugang zu schützen. Dies werde zum Prüfstein dafür, wie gerecht die Handlungs­möglichkeiten der Menschen organisiert seien. Wenn genügend materielle Güter im Umlauf seien, mache es keinen Sinn mehr, nach dem Muster des Ausschluss zu strukturieren.

Tatsächlich erinnert solches Teilen an die Tauschringe, welche als Form alternativen Wirt­schaftens in den 1990er Jahren boomten. Tauschringe funktionieren mit selbst erfundenen Währungen – seien es Kreuzer, Taler oder Äppel. Diese stellen eine Viertelstunde Arbeit dar, egal welche, und wirken auf diese Weise egalitär. Das System hebt jedoch nicht alle Nachteile des Geldes auf. So müssen sich Menschen immer noch mit dem ´vermarkten´, was ihre effizientesten, und nicht was ihre liebsten Tätigkeiten sind, denn sonst sind sie den anderen zu teuer; und nicht, weil sie etwas tun möchten, werden sie aktiv, sondern um sich selbst etwas leisten zu können. Eine weitere Kritik aber liegt darin, dass Ressourcen beschränkt bleiben: Obwohl die CD nicht verschwindet, wenn sie zwischendurch von der Nachbarin genutzt wird, erfolgt die Abgabe nur gegen Äppel. Richard Stallman, der bereits 1983 mit GNU ein freies Softwareprojekt startete, betont, ein System sei verkehrt, wenn es Menschen daran hindere, ihren Nachbarn zu helfen – durch die Weitergabe von Software beispielsweise. Noch extremer ist dies im heutigen Alltag, wo wir vor der Wahl stehen, uns in dieser Situation kriminell oder als Arschloch zu verhalten.

Entsprechend ist einer der zentralen Ansatzpunkte neuer Projekte, Ressourcen so offen wie möglich allen zur Verfügung zu stellen. Dies hätte enorme ökologische Folgen: Erstens, da auf diese Weise nicht alles pro Haushalt neu angeschafft werden muss – da ist der un­genutzte Hausrat im Wert von 35,5 Milliarden Euro, der laut einer aktuellen Ebay-Studie in deutschen Schränken lagert, noch gar nicht mitberücksichtigt. Zweitens wird das Denken in ´positional goods´, deren Sinn darin besteht, dass die Menschen um einen herum diese nicht besitzen, überwiegend hinfällig. Ebenso drittens viele Aspekte dessen, was Stefano Bartolini als Negatives Endogenes Wachstum bezeichnet, da die private Abschottung hierfür wesent­lich ist. Nebenbei hat all dies auch noch positive Effekte für die Psyche, denn Studien zeigen, dass die Fokussierung auf materielle Anschaffungen Menschen kränker sowie anfälliger für negative Emotionen macht (Kasser 2003), und wieder andere Untersuchungen belegen, dass Gesellschaften ohne große Einkommensunterschiede generell glücklicher sind, und zwar auch die Reiche(re)n darin (Wilkenson/ Pickett 2010).

Teile, was du kannst: Das zweite Prinzip Share what you can als ´Teile, was du hast und nicht brauchst´ findet sich zunächst aufgeteilt in vier Formen: als parallele Nutzung (zum Beispiel eines Internetzuganges); als serielle Nutzung, also nacheinander (in diesem Sprachgebrauch wären die Regale des AK Lök ´Perma-Floater´); als gemeinschaftlich organisierte Samm­lungen (wie Bibliotheken oder Wikipedia) sowie Orte der offenen Produktion (entweder im Netz wie gemeinschaftliches Design oder als Offene Werkstätten).

´Teile, was Du kannst´ hat aber neben dieser (´und was Du nicht brauchst´) noch zwei weitere Bedeutungen: ´Teile, was Du weißt´ sowie ´Teile, was Du tust oder tun möchtest´. Neben Dingen sind also auch Fähigkeiten und Tätigkeiten gemeint. Oder auch Wissen. Bekanntlich vervielfacht sich Wissen durch Teilen. Und wer sich durch Elitebildung nicht im Konkurrenzkampf behaupten muss, kann genießen, mit anderen zusammen hierdurch die eigenen Fähigkeiten noch besser nutzen zu können. Das sogenannte skill-sharing setzt hier an. „Leute werfen ihr Wissen, ihre Ressourcen, ihre Infrastruktur in einen großen Pool, aus dem sich alle, die der Solidargemeinschaft angehören, nach Bedarf bedienen können“, aber: „es ist freiwillig“, erklärt Sabine Steldinger das Prinzip der Traveling School of Life.

Dies geht über in das dritte Prinzip ´Beitragen statt Tauschen´: Statt die eigenen Fähigkeiten in Quantitäten ummünzen zu müssen, wird aus einem Bedürfnis heraus aktiv gehandelt. Auch dies wird in Nutzungsgemeinschaften praktiziert. Die von den Städten Hamburg und Frankfurt/Main mitgetragenen ´sharety´-Webseiten hatten anfangs einen ähnlichen Ansatz, verkamen – so möchte ich sagen – jedoch zu einer Spendenaktion. Ein radikales Beispiel stellt die Nichtkommerzielle Landwirtschaft dar. Diese wird auf dem Karlshof bei Templin betrieben. Das Besondere an ihr: Die Ernte (wie Kartoffeln, Erbsen, Getreide oder Öl aus Sonnenblumenkernen) wird nicht verkauft, sondern unentgeltlich und ohne Äquivalenzlogik abgegeben. In Berlin hat sich eine nichtkommerzielle Backgruppe zusammengefunden, welche das Getreide weiterverarbeitet und als Brote nach demselben Prinzip abgibt. Eine nichtkommerzielle Baugruppe gründet sich, eine ebensolche Praxis für Naturheilkunde befindet sich im Aufbau.

Freiwilligkeit und Offenheit sind all dem zugrundeliegende Prinzipien. Doch von all dem sind wir noch entfernt: Die Zeit erwähnt eine Studie für das BMU von 2010, wonach 40 Prozent der Befragten in den vergangenen drei Jahren nie einen Gebrauchsgegenstand gemietet, und fast 30 Prozent nie etwas bei einem Bekannten oder Nachbarn ausgeliehen haben. Erst recht erscheint den allermeisten absurd, Menschen könnten zu einer Gesellschaft beitragen, ohne dazu gezwungen zu sein – während sie gemeinhin betonen, dies sei bei ihnen selbst anders. Gleichzeitig fällt es uns bei Star Trek gar nicht auf, dass die Handlungen dort nicht durch ständiges Hin- und Herschieben von Geldscheinen unterbrochen werden. Und lachen gemeinsam mit den Helden unseren eingefrorenen Zeitgenossen aus, der direkt nach seinem Auftauen sich überlegt, wie groß die Summe auf seinem Bankkonto inzwischen sein müsse…

Vielleicht ist all dies aber gar nicht so unrealistisch in einer (Arbeits-)Welt, in der Konzerne wie IBM bereits davon ausgehen, in Zukunft ihre Beschäftigten überwiegend von Projekt zu Projekt aus einer weltweiten ´talent cloud´ auszuwählen – natürlich nur jene, welche sich als die Besten erweisen und keinen Schatten auf ihrer Bewertungskala à la Ebay aufweisen. Vielleicht wäre es ja gar nicht so anders – nur ohne Druck und Konkurrenz und Erschöpfungssyndrom? Michael Hardt und Toni Negri gehen in ihrem Buch ´Common Wealth´ (2010) davon aus, dass die heutige Form der Produktion eine Ausweitung des Gemeinsamen nicht nur ermöglicht, sogar sie zunehmend braucht.

Bartolini, Stefano (2010): Manifesto for Happiness. Shifting Society from Money to Well-Being (engl. tlws. Übers. des ital. Orig., Rom), http://www.econpol.unisi.it/bartolini/papers/MANIFESTO.pdf.

Bund, Kerstin (2011): „Meins ist deins. Ob Kleidertauschpartys in Berlin, gemietete Gärten in Bonn oder privates Carsharing in Hamburg: Konsumenten wollen nicht mehr alles besitzen, sondern viel erleben. Sie teilen und leihen, statt zu kaufen“, in: Die Zeit Nr. 51 v. 15.12.11, S. 29f.

Habermann, Friederike (2009): Halbinseln gegen den Strom. Anders leben und wirtschaften im Alltag, hrsg. v.d. Stiftung Fraueninitiative, Königstein.

Habermann, Friederike (2008): Der homo oeconomicus und das Andere. Hegemonie, Emanzipation und Identität, Baden-Baden.

Hardt, Michael /Negri, Antonio (2010): Common Wealth. Das Ende des Eigentums, Frankfurt/ New York.

Himanen, Pekka (2001): Die Hacker-Ethik und der Geist des Informations-Zeitalters, München.

Hoeschele, Wolfgang (2010): The Economics of Abundance. A Political Economy of Freedom, Equity, and Sustainability, Farnham/ Burlington.

Kasser, Tim (2003): The High Price of Materialism, Cambridge/ Mass.

Rifkin, Jeremy (2000): Access. Das Verschwinden des Eigentums, Frankfurt/M.

Wilkenson, Richard/ Pickett, Kate (2010): Gleichheit ist Glück. Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind, Frankfurt/M.


[1] Harald Welzer auf der Utopia-Konferenz 2009; http://www.youtube.com/watch?v=Ov-gnuj3wY8&feature=related.

[2] Zitat aus dem Film ´Zeitgeist – Moving Forward´ (2011) http://www.youtube.com/watch?v=AQNktvqGkkQ.

Dieser Artikel wird in der Broschüre des Umweltbundesamtes „Deutschland 2050 – Wege in die Zukunft“ veröffentlicht.

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4 Antworten zu Friederike Habermann: Ecommony: Strukturelle Gemeinschaftlichkeit statt Negatives Wachstum

  1. Tosha schreibt:

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  2. Irmgard Klammer schreibt:

    Danke für den Artikel. Hat mein Herz erfreut.
    Irmgard

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