Programm

Tagungsablauf, Stand 1.11.2012

VORMITTAG – BLOCK 1
  9:30 Begrüßung durch die Organisatorinnen
  9:45 Künstlerische Intervention – Joy Harder

Ökonomie + Kunst: Recherche I

10:15 Kennenlern-Kurzinterviews
10:30 KAFFEEPAUSE
10:45 Themenschwerpunkt I „Konzepte“
A Dr. Barbara Muraca (Universität Jena) und Dr. Tanja von Egan-Krieger (Universität Greifswald):
„Gutes Leben jenseits des Wachstums – Entwürfe und Kritik feministischer Ökonomik“

Die Fixierung auf das wirtschaftspolitische Ziel des Wachstums wird von der Feministischen Ökonomie dahingehend kritisiert, dass dabei die eigenen Produktionsgrundlagen gefährdet werden. Im sog. Reproduktionsansatz von Biesecker et al. gilt diese Entwicklung als bereits in der ökonomischen Mainstreamtheorie angelegt. Statt des Wachstums wird daher das gute Leben als wichtiges Ziel unseres Wirtschaftens postuliert. Doch wird die Frage danach, was ein „gutes Leben“ ausmacht, kaum reflektiert. In diesem Workshop soll ein philosophischer Ansatz, über Fragen des guten Lebens nachzudenken, vorgestellt werden.
B
Der vorgesehene Workshop muss wegen Krankheit leider entfallen! Als Ersatz wird es die Möglichkeit geben eigenständig in der Gruppe zu Fragestellungen des Vortrags zu arbeiten. Texte von Frau Çağlar werden zur Verfügung gestellt.

Dr. Gülay Çağlar (HU Berlin):
„Das Ende der Mainstream-Ökonomie. Welche feministischen Strategien gibt es zur Realisierung ökonomischer und sozialer Rechte?“

C Deborah Ruggieri (Kulturwissenschaftlerin und Kommunikationstrainerin):
„Zukunftsmusik. Warum Ökonomie die Genderperspektive braucht“

„Probleme kann man niemals mit derselben Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Das Einsteinsche Zitat ist wohlbekannt und wird dieser Tage wieder oft und gern zitiert. Hört sich einfach an, doch wie machen wir das? Was brauchen wir, um die Verhältnisse zu verändern? Sollen wir uns in aktuelle Diskussionen einmischen oder gleich alles anders machen? Dieser ergebnisoffene Workshop stellt in Spotlights aktuelle Diskurse über Wohlstandsindikatoren, Europa 2020 etc. und deren genderblinde Flecken vor und thematisiert darüber hinaus die systemischen Wechselwirkungen zwischen individuellem, institutionellem und gesellschaftlichem Handeln.
12:15 Zusammenfinden in 3er-Austausch-Gruppen über die jeweiligen Veranstaltungen

Highlight, Denkanstoß, Widerstand – Was nehmen wir gerade aus dem besuchten Workshop mit? Es geht um ein kurzes gegenseitiges Feedback aus den verschiedenen Workshops direkt im Anschluss. Drei Menschen, die gerade unterschiedliche Workshops besucht haben, kommen zum kurzen Austausch zusammen und geben ihren persönlichen Eindruck des Gehörten und Erfahrenen wider.
13:00 MITTAGSPAUSE
NACHMITTAG – BLOCK 2
14:00 Künstlerische Intervention – Krarque & Jamarić

Teppich

Eine Entscheidung wird schlussendlich immer nur getroffen: sie geht ein Stück, dann setzt sie sich, dann geht sie zurück, bleibt sitzen, jemand holt sie ab, oder/und der Bus kommt.
14:20 Themenschwerpunkt II „Alternativen & Utopien“
A Diskussion zu
„Was kann feministische Ökonomie leisten?“
mit
– Dr. Friederike Habermann (Autorin und Volkswirtin)
– Christine Rudolf (Politologin, Volkswirtin, Dozentin der HTW und Doktorandin an der FU Berlin)
– Dr. Christa Wichterich (Soziologin, Publizistin und Beraterin in der Entwicklungszusammenarbeit)
Moderation: Deborah Ruggieri (Kulturwissenschaftlerin, Attac Gender AG)
B
Frigga Haug kann leider wegen Krankheit nicht kommen, hat aber Anna Conrads als Ersatz benannt, bei der wir uns für das kurzfristige Einspringen herzlich bedanken!

Workshop mit Dr. Frigga Haug Anna Conrads zu
„Die Vier-in-Einem-Perspektive braucht Kämpfe um Zeit“

Das Seminar baut auf die Mitarbeit der Teilnehmer_innen. Nach einer kurzen Einführung in die Vier-in-Einem-Perspektive, (die Erwerbsarbeit, Reproduktionsarbeit, Selbstentfaltung und politische Arbeit zusammenführt)  und die Verbindung zu den Kämpfen um Zeit, werden provokative Thesen zu den Vier Bereichen ausprobiert. An 4 Tischen wird diskutiert, was  pro und contra-Argumente in jedem der Bereiche  sind. Der gesunde Menschenverstand wird eingesetzt, um die Hindernisse gegen Befreiungspolitik zu verstehen und Gegenstrategien zu entwickeln, die selbst wieder die Verknüpfung der vier Bereiche versuchen.  Das Seminar ist ergebnisorientiert: Ziel sind politisch eingreifende Vorschläge, wie die erkannten Widerstände überwunden werden könnten und wie doch für eine emanzipative Politik Hegemonie gewonnen werden könnte.
C World Café zu
„Anders arbeiten, anders produzieren“

Erkenntnisse und Forderungen aus der feministischen Beschäftigung mit Ökonomie haben in vielen gesellschaftlichen Bereichen schon Verbesserungen in Gang gesetzt. Von diesen Projekten und Arbeitsbereichen sollen einige an separaten Tischen vorgestellt und mit den Erfahrungen der Teilnehmer_innen gespiegelt werden. Was sind Konzepte guter und geschlechtergerechter Arbeit und Arbeitsverteilung? Wo zeigen sich Hürden und in welchen Bereichen sind möglicherweise sogar Rückschritte zu beobachten? Mit der Methode des World-Café soll es möglich sein, zwei Bereiche genauer kennen zu lernen.
  • Dr. Sabine Reiner (Bereichsleiterin Wirtschaftspolitik im ver.di Bundesvorstand) : stellt die Gender- und Wirtschaftspolitik bei Ver.di vor
  • Ulrike Schramm-de Robertis (Autorin und freiberufliche Schulungsreferentin für Betriebsräte und Arbeitnehmer): berichtet von ihren Erfahrungen mit der Beschäftigung im Discounthandel
  • Elisabeth Voß (Beraterin und Publizistin zu Solidarischer Ökonomie und Kultur der Kooperation): schildert ihre Sicht auf selbst verwaltete Projekte und Betriebe
  • Llanquiray Painemal (RESPECT Berlin): beleuchtet die Situation von Migrantinnen in der bezahlten Hausarbeit und stellt die Arbeit von RESPECT vor
15:45 Zusammenfinden in 3er-Austausch-Gruppen über die jeweiligen Veranstaltungen

Highlight, Denkanstoß, Widerstand – Was nehmen wir gerade aus dem besuchten Workshop mit? Es geht um ein kurzes gegenseitiges Feedback aus den verschiedenen Workshops direkt im Anschluss. Drei Menschen, die gerade unterschiedliche Workshops besucht haben, kommen zum kurzen Austausch zusammen und geben ihren persönlichen Eindruck des Gehörten und Erfahrenen wider.
16:00 KAFFEEPAUSE
NACHMITTAG – BLOCK 3
16:15 Themenschwerpunkt III: „Vernetzen / Verarbeiten / Alternativen entstehen lassen“ im OPEN SPACE
 
Open Space – Was ist das?
Mit einem open space bringen wir das, was dann “oben auf liegt” in Bewegung. Jede kann sich einbringen und inspirieren lassen. Wir kommen vom Wissen ins Handeln. Beim open space können Gruppen vorbereitet ihre alternativen Vorschläge vorstellen und andere dafür begeistern. Aber auch jede kann spontan, ganz unter dem Eindruck der Konferenz neue Vorschläge einbringen. Gemeinsam schreiten wir fragend voran. Ein open space versucht einen hierachiefreien Raum zu schaffen. In einem moderierten Verfahren gehen wir gemeinsam in Kleingruppenarbeit, und bleiben doch auch zusammen. Open space geht immer davon aus: die, die da sind, sind genau die Richtigen. Eine andere Welt ist nicht nur möglich, sondern sie fängt jetzt und sofort an.  Schneewittchen schlägt die Augen auf und sieht … Ja was? – Fühlt euch eingeladen!
Moderation: Karin Baumert
18:00 Rundgang Open Space
19:00 Künstlerische Reflektion – Bibiana Arena

Efficiency and Love Making. A hopeful Dance-Theatre work in progress.
 20:00  Ende der Tagung / Ausklang / Abbau
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